Teleidoskop/Erkenne dich nicht selbst

(c) Ashley Do Rego

Teleidoskop oder Erkenne dich nicht selbst basiert auf urban-zeitgenössischem Bewegungsvokabular
und wird umrahmt von einem Wechselspiel von irdischen und scheinbar überirdischen Sounds. Es geht um Erkenntnis, Narzissmus und die Natur des menschlichen Wesens – eine Selbstreflexion.
Durch ein Spiegel-Vorhalten lösen verschiedene mythische Zitate einander ab und Menschliches sowie Unmenschliches findet Raum zur Entstehung. Individualismus versus dem menschlichen, gemeinsamen Nenner.
Sozusagen aus dem Blut der Welt, dem Wasser, entsteht das Leben: eine Fusionierung von Wesen zu komplexeren Gestalten, Geschöpfen und wiederum neuartigen Wesen – fürchterliche Kreaturen aus verschmolzenen Körpern hinter Leinwänden. Es werden Brücken geschlagen zu Figuren wie der antiken Medusa und Narziss. Ein Mix aus Vergangenheit und Neuzeit, die sich in den großen, philosophischen Fragen der Menschheit treffen: Wie nimmt man das Selbst wahr? Wie erkennt man sich oder sein Gegenüber? Was bedeutet Selbsterkenntnis und wodurch verdeutlicht sie sich?
Tänzerischer Hintergrund und musikalischer Vordergrund und vice versa sowie die Verschiebung der Wahrnehmung des Bühnenbildes – alles unter der immerwährenden Gegenwart oder Abwesenheit von Wasser.
Auf der Bühne drei Tänzer*innen, die miteinander und voreinander erschrecken – um sich im Endeffekt vielleicht selbst zu erkennen.

Choreographie: Miranda Rumerstorfer
Choreographische Assistenz: Naima Rabinowich
Musik: Tobias Leibetseder
Tänzer*innen: Michael Vo, Tomy-Lee Kneringer, Viviane Tanzmeister
Theoretische Assistenz: Luis Manfred Oberbauer


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