Ano – Premiere

(c) Severin Koller

ANO ist eine performativ-dokumentarische Auseinandersetzung mit dem sozialen Gewebe, der Geschichte und der Kultur der Donauschwaben.
Silke Grabinger spürt mit der Hilfe des ungarischen Tänzers Gergely Dudas ihren Wurzeln nach.
Von traditionellen Bewegungsformen in einer zeitgenössischen künstlerischen Erforschung.

Performance- und Forschungsprojekt zur Kultur der Donauschwaben, in einem offenen/informellen und partizipativen Rahmen. Das Projekt ist eine performativ-dokumentarische Auseinandersetzung mit dem sozialen Gewebe, der Geschichte und Volkskultur der Donauschwaben in Form von einer Performance die in einen Tanzabend mündet. In einer zeitgenössischen künstlerischen Auseinandersetzung und Bearbeitung der traditionellen Bewegungsformen. Zugleich handelt es sich um eine Untersuchung der familiären Geschichte und Identität der Künstlerin Silke Grabinger, welche selbst von Flüchtlingen aus dem Banat abstammt. Ziel ist es die Besucher einzubinden in dieses Projekt und eine Lesart der Volkskultur(en) zu öffnen.

Genauso wichtig ist aber auch ein Verständnis vom sozialen Gewebe und den geschichtlichen Bedingungen, in denen diese Volkskultur eingebettet war/ist und deren künstlerische Reflexion in der heutigen Oberösterreichischen Gesellschaft. Die Tanzabende fungierten als Ort des Austausches und waren somit zentral für das soziale Gefüge. In diesem Projekt werden sie zu einem Ort der Auseinandersetzung mit Geschichte und möglichen minoritären historischen Narrativen.

Nach ihrer Vertreibung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem sie eine teilweise düstere Rolle im Holocaust der Juden spielten, fanden sich die deutschsprachigen Banatbewohner – genannte Donauschwaben – als Fremde in Flüchtlingslagern in Österreich und Deutschland. Orte historischer Bedeutung werden erforscht und teilweise zu Umsetzungsorten für das Projekt.
ANO ist eine kritische und aktuelle Auseinandersetzung mit der konfliktiven Geschichte der heimgekehrten Donauschwaben.

SILK Fluegge

SILK Fluegge ist ein KünstlerInnen-Kollektiv für urbanen zeitgenössischem Tanz und Kunst – angesiedelt in der Tabakfabrik Linz. Das künstlerische Schaffen des Kollektivs beinhaltet Aufführungen in Theatern, Interventionen im musealen und öffentlichen Raum, und Kunst-/Kulturvermittlung. Der Fokus liegt auf Projekten im Bereich urbaner und zeitgenössischer Tanz- und Kunstformen, mit besonderen Augenmerk auf die Jugendförderung.

SILK Fluegge hat für ihre Arbeiten und Projekte den „STELLA 15″ den Preis für die herausragendste Theaterproduktion für Jugendliche im Jahr 2015, den“Anerkennungspreis für interkulturelle Kinder- und Jugendintegrationsarbeit 2015“ und den „Anerkennungspreis des Bühnenkunstpreises des Landes Oberösterreich 2013“ bekommen.

SILK Fluegge residiert in der Tabakfabrik Linz. SILK Fluegge wird unterstützt von der Stadt Linz, dem Land Oberösterreich und dem Bundeskanzleramt und wird freundlich unterstützt von Swietelsky und der Tabakfabrik Linz. SILK Fluegge ist ein Part der Assitej Austria.

 

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