Foto: Michaela Pechhacker

Der Termin für die Jubiläumsausgabe der Langen Nacht der Bühnen steht fest!

Am Samstag, 07. November 2020 wird sich die Stadt Linz bereits zum 10. Mal in eine großen Bühne verwandeln und eine ganze Nacht lang die Vielfalt der oberösterreichischen Theater-, Tanz-, Musik- und Performanceszene feiern!

Interessierte Künstler*innen und Ensembles können sich ab sofort HIER bewerben.


Das war die Lange Nacht der Bühnen 2019

Die 9. Lange Nacht der Bühnen war ein voller Erfolg.
12.607 Besucher*innen wurden bei den Veranstaltungen gezählt.

586 mitwirkende Künstler*innen – und damit so viele wie noch nie – zeigten auf 31 Bühnen in 121 Veranstaltungen die Bandbreite ihres Könnens. Damit wurde die 9. LANGE NACHT DER BÜHNEN einmal mehr zum Publikumsrenner. 12.607 Nachtschwärmer*innen nahmen an einem gelungenen Streifzug durch die vielfältige und hoch-qualitative Welt der darstellenden Kunst in Oberösterreich teil.

Traditionellerweise startete die „Lange Nacht“ auch diesmal bereits tagsüber um 14.30 Uhr mit dem Programm für junges Publikum. Für die jüngsten unter den Theaterliebhaber*innen gab es ein buntgemischtes Programm mit Musik- und Tanzveranstaltungen, aber auch Schauspiel und Mitmach-Angebote. Im Zentrum standen dabei die Programme des Kinderkulturzentrums Kuddelmuddel und des Theater des Kindes mit insgesamt knapp 700 begeisterten Besucher*innen. Aber auch das Theater Maestro durfte sich über ausschließlich ausverkaufte Vorstellungen und 756 Besucher*innen freuen. Besonders erfolgreich auch die neue Produktion von HELIXprojects „Das wurmt…!“ im OK, das mit vier total ausverkauften Vorstellungen seine umjubelte Premiere feiern konnte.

Den eigentlichen Startschuss für den Bühnenmarathon, der in Österreich nach wie vor seinesgleichen sucht, gab die offizielle Eröffnung der Langen Nacht der Bühnen. Diese fand diesmal im Schauspielhaus des Landestheaters an der Promenade statt.  „Lange Nacht“-Organisator und Mastermind Alfred Rauch begrüßte das theaterhungrige Publikum mit einer Brandrede für die Kultur. „Das Potenzial an kreativen Menschen macht Oberösterreich zum Kulturland, in dem wir stolz auf unsere Künstler*innen sein können!“ Er wünsche sich allerdings, dass dies nicht nur in den Sonntagsreden der Politiker*innen vorkomme, „sondern sich auch in der Finanzierung der Kunst niederschlägt“, so Rauch. Viele Künstler*innen würden unter prekären Bedingungen arbeiten. „Viele arbeiten auch bei der Langen Nacht der Bühnen unentgeltlich, ohne das ginge es gar nicht. Das ist einen großen Applaus wert!“, ließ Rauch hinter die Kulissen blicken. „Das ist einem Kulturland unwürdig“, pflichtete Landestheater-Intendant Hermann Schneider bei. Der Hausherr zeigte sich begeistert vom „Marathon-Programm“ der „Langen Nacht“ und prophezeite, dem Publikum würden „Augen und Herz übergehen“.

Gesellschaftspolitisch. Zwei Jahre nach der Gründung von #kulturlandretten als Plattform gegen den Kultur-Abbau nach Subventionskürzungen des Land Oberösterreichs und der Aufkündigung des Theatervertrages im Vorjahr durch die Stadt Linz, zeigte sich die „Lange Nacht“ auch diesmal als Podium für gesellschafts- und kulturpolitisch relevante Themen. „Denn Künstler*innen haben nicht nur den Auftrag zu unterhalten“, so Alfred Rauch. So rief die Choreografin und „Lange Nacht“-Mitwirkende Christine Maria Krenn mit „Artists for Future“ eine Solidaritätsaktion mit der „Fridays for Future“-Bewegung ins Leben. Viele der Künstler*innen und Ensembles, die auftraten, solidarisierten sich mit den Anliegen von „Fridays for Future“ und gaben nach ihren Performances ein Statement zum Thema Klimaschutz ab. „Wenn es uns damit gelingt, dass Sie sich darüber Gedanken machen, ist schon viel erreicht“, formulierte es Rauch hoffnungsfroh.

Im Mittelpunkt des gestrigen Abends stand aber nach wie vor die Kunst und ihre Proponent*innen: Die Lange Nacht der Bühnen ist ein Format, das auf beeindruckende Weise das Können und die Qualität der Künstler*innen aus Oberösterreich demonstriert. „Innerhalb kurzer Zeit wird dem Publikum eine breite Palette präsentiert“, schwärmte Andreas Baumgartner, der Leiter des Theater des Kindes. Anders als bei „Langen Nächten“ in Deutschland sind in Linz nicht nur die Institutionen an Bord, sondern auch die Freie Szene. „Die Offenheit der Institutionen für die Freie Szene ist sehr groß und ermöglicht es erst, dass sich alle unter optimalen Bedingungen präsentieren können“, ergänzte Rauch.

In den einzelnen Spielstätten sieht es stark nach Besucher*innen-Rekord aus. Spitzenreiter bei den Besucher*innenzahlen waren dieses Jahr das Schauspielhaus mit insgesamt 3.262 Besucher*innen, das umfangreiche Programm im AEC lockte 1.249 Besucher*innen an und schon zur Tradition geworden ist das große Interesse an zeitgenössischem Tanz im Lentos mit 1.140 Besucher*innen.  Aber auch die vielen anderen Spielstätten waren restlos ausverkauft oder konnten sich über hervorragende Besucher*innenzahlen und großes Interesse freuen.

„Besonders freut es mich, wenn ich sehe, wie viele junge Menschen heuer unsere Angebote wahrgenommen haben. Da pilgern Lehrer*innen mit ganzen Schulklassen begeistert von einer Spielstätte zur anderen und wird die Lange Nacht der Bühnen kurzerhand zum Geburtstagsevent umfunktioniert. Ein wunderbarer Beweis dafür, mit welcher Begeisterung die Menschen in diesem Land die kulturellen Angebote annehmen.“ zieht Rauch sein äußerst positives Resümee einer langen und intensiven Theaternacht.

ARTISTS FOR FUTURE 

Auf Initiative von HELIXprojects solidarisieren sich einige Künstler*innen und Ensembles, die bei der Langen Nacht der Bühnen 2019 auftreten, mit den Anliegen der Aktion Fridays for Future und werden vor, während oder nach ihrer Performance ein Statement zum Thema Klimaschutz abgeben.

Weitere Informationen finden Sie HIER

Ein herzliches
DANKESCHÖN

den Subventionsgebern Land OÖ und Stadt Linz
der LINZ AG
den Medien, insbesondere unseren Medienpartnern LT1 und die OÖNachrichten
den Verantwortlichen und Mitarbeiter*innen der 31 Bühnen
den zahlreichen Koordinator*innen und Helfer*innen
den Aktivist*innen von Fridays for future
den 586 mitwirkenden Künstler*innen
und vor allem dem großen Kultur-begeisterten Publikum aus ganz Oberösterreich und darüber hinaus